Die Damen haben im Vorstand des Volleyballkreises nun die Oberhand mit (von links) Jugendwartin Sarah-Louisa Kelle, Schiedsrichterwartin Dana Dieckmann, der neuen Schulsportbeauftragten Silvia Kroll, der neuen Lehrwartin Julia Ovesiek und Kassenwartin Angela Keil gegenüber den Herren mit (von links) dem 2. Vorsitzenden Volker Diepold, dem 1. Vorsitzenden Peter Mehwald, Spielwart Klaus Dannhauer und Breiten- und Freizeitsportwart Valentin Isaak.

„Ganztag der Tod des Volleyballs“

Peter Mehwald übernimmt noch einmal für zwei Jahre den Vorsitz im Volleyballkreis Minden-Ravensberg. Verband treibt Digitalisierung voran.

Personelles und Digitales bewegte bei ihrer Jahrestagung die heimischen Volleyballer in der Wiehen-Therme in Hüllhorst, wobei die Vorstellung der neuen Internet-Plattform für die Verwaltung von Spielen und Spieler einen breiten Raum einnahm, sodass die Vereinsvertreter mehr als drei Stunden Sitzfleisch bewiesen.

Die turnusgemäß anstehenden Personalentscheidungen unterdessen waren beim Kreistag am Donnerstagabend deutlich schneller abgehakt. 1. Vorsitzender Peter Mehwald erklärte sich entgegen seiner Ankündigung vor zwei Jahren noch einmal bereit, eine Amtsperiode dranzuhängen, wies aber auf sein fortgeschrittenes Alter hin: „Erwartet von mir nicht, dass ich noch viel bewegen werde, auch wenn mein Motto ‘gestalten statt verwalten’ nach wie vor gilt. Es läuft ja fast alles rund, auch wenn es noch einiges zu verbessern gilt.“

Einen Gegenkandidaten gab es nicht, und Mehwald wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie anschließend Angela Keil als Kassenwartin, Dana Dieckmann als Schiedsrichterwartin und Sarah-Louisa Kelle als Jugendwartin. Für den aus privaten Gründen nicht wieder kandidierenden Pressewart Thomas Kühlmann wurde kein Nachfolger gefunden. Der Vorstand will weiter suchen und dann einen kommissarisch bestellen. Dafür konnten aber zwei zuletzt vakante Posten besetzt werden: Bis zur turnusgemäß im nächsten Jahr anstehenden Wahl fungieren Julia Ovesiek (SuS Holzhausen) als Lehrwartin und Silvia Kroll (Levern/Pr. Oldendorf) als Schulsportbeauftragte. Als Kassenprüfer rückt Michaela Blome (TSG Neuenknick) nach.

Vertreten in Hüllhorst waren 19 der 46 Kreisvereine, die es einschließlich Kreisvorstand, Bezirksvertretern und Ehrenvorsitzendem Walter Braams auf 68 Stimmen brachten. Diese hatten zuvor den Vorstand einstimmig entlastet, nachdem Angela Keil den Kassenbericht vorgetragen hatte mit einem Polster in der Kasse von knapp unter 2500 Euro, der vom Verband vorgeschriebenen Obergrenze. Einen Überschuss gebracht hatte auch wieder das Jahrbuch für die gerade abgelaufene Saison, sodass wieder Projekte im Nachwuchsbereich bezuschusst werden konnten.

Die Berichte der Funktionsträger lagen den Delegierten schriftlich vor und gaben keinen Anlass zu Diskussionen. Ergänzend zu seinem Bericht ging Peter Mehwald auf den Nachwuchsbereich ein, in dem seit Jahren die Mannschaftszahlen zurückgehen, laut Bezirksjugendspielwart Andreas Schleef in seinem Bereich von über 200 vor fünf Jahren auf jetzt noch etwa 140. „Die Verzahnung von Verein und Schule ist sehr, sehr schwierig geworden. Der Offene Ganztag und das G8 sind der Tod des Schulsports und des Volleyballs“, formulierte Mehwald drastisch. Auch die Resonanz auf das jüngst angebotene Volley-Cool-Turnier mit nur drei gemeldeten Schul-Mannschaften war „nicht ermutigend“, doch bleibe man am Ball.

Ausführlich stellte Volker Diepold mittels Beamer den Vereinsvertretern das neue Internet-Portal (Phoenix) vor, mit dem der Westdeutsche Verband (WVV) die Digitalisierung des Spielbetriebs vorantreiben will. Vielfältig sind die Möglichkeiten mit u. a. Verwaltung von Vereinen, Ligen, Mannschaften und Spieler (per E-Pass) sowie schnellerer Ergebnis-Meldung auch per Smartphone und App. „Es läuft allerdings noch nicht durchgängig rund und handhabbar“, musste jedoch auch Diepold bei seinen praktischen Vorführungen feststellen.

23. April 2016 minden-web