Beachvolleyball wird im heimischen Raum (wie hier auf der Anlage in Lerbeck) zumeist nur hobbymäßig gespielt.

Kein London-Effekt im Kreisgebiet

Beachvolleyball: In diesem Jahr keine Kreismeisterschaften und kein Turnier im Melittabad

„Ich hatte eigentlich auf einen London-Effekt gehofft. Doch davon ist zumindest in unserem Kreis nichts zu merken.“ Knapp ein Jahr, nachdem sich in London die deutschen Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann in einem hochspannenden Finale gegen Brasilien als erstes europäisches Paar zu olympischem Gold schmetterten, fristet diese Sportart im heimischen Raum weiter ein Mauerblümchen-Dasein. „Es sind zumeist die alten Hasen, die im Sommer auf Sand spielen“, beurteilt Peter Mehwald die derzeitige Situation.

Zulauf oder verstärktes Nachfragen von jüngeren Spielerinnen und Spielern bei heimischen Vereinen oder Abteilungen habe es nach dem Gold-Coup des deutschen Duos nicht gegeben, so der Vorsitzende des Ende November vergangenen Jahres von den Minden-Lübbecker und Herforder Vereinen aus der Taufe gehobenen neuen Volleyballkreis Minden-Ravensberg, in dessen Vorstand es das Amt eines gesonderten Beachwartes nicht gibt. Im aufgelösten Minden-Lübbecker Kreis hatte dieses zuletzt Sebastian Kuna bekleidet.

Angedachte Turniere oder Spielrunden speziell für den Nachwuchs sind bislang nur Ideen und wurden aus unterschiedlichen Gründen – wie auch mangelndes Interesse – nicht weiterverfolgt. Und auch Beachvolleyball-Kreismeisterschaften wie bis Ende des vergangenen Jahrzehnts im Mindener Melittabad sind für dieses Jahr nicht geplant. Von einem Turnier dort als „Anhängsel“ der Beachhandball-Tage ist Mehwald ebenfalls nichts bekannt. Hin und wieder haben heimische Vereine aber Hobbyturniere in ihren Sportfest-Programmen, sofern sich auf dem eigenen Sportplatz dazu die Spielmöglichkeit bietet. Ansonsten trifft man sich auf Verabredung auf den Anlagen in vielen Freibädern oder an Schul- und Sportanlagen.

27.6.2013 minden-web