Dieser neu geschaffene Wanderpokal winkt künftig in Porta Westfalica den im Sportabzeichen-Wettbewerb erfolgreichsten Vereinen und Schulen. Hinter ihm am Vorstandstisch SSV-Vorsitzender Klaus-Dieter Vogt, der wie seine Vorstandsmannschaft diesmal nicht zur Wahl stand.

Harz, Sportabzeichen und Fördermittel

Stadtsportverband Porta Westfalica nutzt Hauptversammlung ohne Wahlen für Aussprachen und Diskussionen

Seine Jahreshauptversammlung ohne turnusmäßige Wahlen nutzte am Donnerstagabend der Stadtsportverband Porta Westfalica, um mit den Vereinsvertretern im Sportheim des SV Hausberge Probleme und aktuelle Themen zu erörtern und zu diskutieren.

Vorsitzender Klaus-Dieter Vogt ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die Sportstättensituation in der Stadt ein und stellte die Frage: „Warum muss man Hallen schließen, die immerhin zu 80 Prozent ausgelastet sind? Der Erhalt kommt zumeist günstiger als ein Neubau.“ Mangels Möglichkeiten vor Ort seinen Sportler aber selbstverständlich bereit, „einen Ort weiterzuziehen“. Nach dem Schulsport stehen Hallen in der Regel von 17 bis 20 Uhr vorwiegend dem Nachwuchs und anschließend bis 22 Uhr den Erwachsenen zur Verfügung. Vogt mahnte an, pfleglich mit Örtlichkeiten und Einrichtungen umzugehen und diese ordentlich und sauber zu hinterlassen.

In diesem Zusammenhang sorgte insbesondere die Nutzung von Haftmittel durch die Handballer für eine längere Diskussion. Rückstände von Harz und Wachs seien in allen drei Großsporthallen laut Vogt nicht nur auf den Fußböden, sondern auch auf den Wänden, Türklinken und in den Umkleiden zu finden: „Für Nicht-Handballer ist das kein Vergnügen und bieten sich ungewohnte Anblicke.“

Das Problem ist auch bei der Verwaltung hinreichend bekannt und wird schon länger erörtert. Dieter Watermann, Leiter des auch für den Sport zuständigen Fachbereich Bildung, Jugend und Sozialwesen: „Das ist ein schwieriges Thema. Wir haben uns vorgenommen, bis August eine Lösung zu finden.“ Anderenorts im Test ist ein wasserlösliches Wachs, das aber einen erhöhten zeitlichen Reinigungsaufwand erfordere, über den die Vereine nicht sehr glücklich seien. Zudem müssten teure Ballreinigungsmaschinen benutzt werden.

Ein weiteres Thema waren Finanzen und Fördermittel. Vor dem Jahreswechsel hatte Beisitzer Manfred Teunissen sämtliche vereinseigene Anlagen bereist, um für eine Bestandsaufnahme aktuelle Daten hinsichtlich Größe und Ausstattung zu bekommen. Nach diesen und den bestehenden Richtlinien waren dann die Fördermittel an die Vereine geflossen, allerdings nicht mehr alle vor dem Jahreswechsel. Zumindest bei einem Verein muss man auch noch einmal nachrechen, nachdem dieser deutlich weniger Zuwendungen als zuletzt monierte.

Ausführlich aus seinem Arbeitsbereich berichtete der neue Sportabzeichen-Obmann Manfred Steinert, der für 2013 gegenüber dem Jahr zuvor einen stolzen Zuwachs von 41 Prozent auf nunmehr 396 Abzeichen registrierte, womit Porta Westfalica innerhalb der Städte und Gemeinden des Kreises Platz 5 belegte. Unter den Vereinen lag TuS Porta Westfalica (48 Urkunden) vorn, und bei den Schulen kam der Grundschulverband Holzhausen-Vennebeck auf eine Beteiligung von stolzen 87 Prozent. Belohnt wird diese demnächst mit der erstmaligen Verleihung eines neuen Wanderpokals, den Steinert aus Sportabzeichen-Medaillen kreiert und bei einem Fachbetrieb hat anfertigen lassen.

5.4.2014 minden-web