Um jeden Millimeter wurde beim 9. Mofarennen des SC Neuenknick im Lindenau-Stadion gekämpft.

Gesamtsieg für Lokalmatadoren aus Hävern

9. Mofarennen des SC Neuenknick wegen Dauerregens vorzeitig abgebrochen / Am Ende zwei Teams rundengleich vorn

Motorsportler kennen eigentlich kein Wetter und sind hart im Nehmen. Beim 9. Mofarennen des SC Neuenknick wurden sie am späten Samstagnachmittag dann aber doch vom Regen gestoppt. „Die Sicherheit für Leib und Leben war nicht mehr zu gewährleisten“, rechtfertigte Mario Hauke den vorzeitigen Abbruch nach dreieinhalb Stunden. Ausgelegt war dieser 1. Lauf zum Linnenbecker-Mofa-Offroad-Pokal 2014 eigentlich auf fünf Stunden. In diesen sollten die Teams möglichst viele Runden zurücklegen auf einem 1000 Meter langen Kurs, der im Innenraum ausgesteckt war und auch über die Speedway-Rennbahn des Lindenau-Stadions führte.

Beim Start kurz vor 15 Uhr in Le-Mans-Manier waren die Schleusen noch geschlossen, doch dann setzten Niederschläge ein, und nach zweieinhalb Stunden unterbrach der Veranstalter, um mit den Fahrerteams das weitere Vorgehen zu besprechen. „Teils war man für Weiterfahren, teils aber für Abbruch“, schilderte der SCN-Vorsitzende die Meinung der Aktiven. Man entschloss sich dann, noch eine Stunde zu fahren, und so hatten die Beteiligten ein konkretes Ziel vor Augen.


Die Fahrer sprinten nach Le-Mans-Art beim Start zu ihren Rennmaschinen.
Die Fahrer sprinten nach Le-Mans-Art beim Start zu ihren Rennmaschinen.

Spannung bis auf den letzten Metern

Die Spannung hielt bis zum endgültigen Abbruch an, denn die führenden Teams lagen dicht beisammen. Am Ende lagen sogar zwei mit jeweils 121 Runden gleichauf. Gut zehn Sekunden schneller aber absolvierte diese das Team MSC Hävern SP aus Petershagen und sorgte somit für einen Lokalmatador-Erfolg vor Vespa Racing 1. Zwei Runden zurück folgte KTM … Mehr geht nicht vor einer weiteren Mannschaft aus Hävern. Zwar hatten alle Mofas bis 50 ccm starke Motoren, aber auf die ersten zehn Plätze der Gesamtwertung fuhren durchweg Teams mit Mofas der Klassen 2 (Rahmen und Räder individuell) sowie 1b (original Mofarahmen und Räder mit Tank-Sitzbank-Kombination).
Genau 100 Runden schaffte dahinter das beste Team der Klasse 1a (original Mofarahmen und Räder mit Sitzbank oder Sattel). Vierter in dieser Kategorie wurde die einzige Mannschaft des Ausrichters, die SC Hexen mit Marcel Halfeld, Jan-Philipp Otte und Leonard Krysztofiak. Im Übrigen konnte keiner der Vorjahressieger seinen Erfolg von 2013 wiederholen.

Trotz des Abbruchs wertete SCN-Vorsitzender Mario Hauke die Veranstaltung als vollen Erfolg. Waren vor Jahresfrist gerade einmal 28 Teams angetreten, so hatten dieses Mal immerhin 41 genannt, von denen am Ende noch 21 auf der Bahn waren, während 14 vorzeitig abbrechen mussten. Alle Stürze verliefen glimpflich, und die DRK-Bereitschaft musste nicht tätig werden. Immerhin mehr als 400 Zuschauer zählte der Ausrichter zudem.
Außer aus Petershagen selbst kamen die Teams hauptsächlich aus dem Norden der Bundesrepublik, u. a. aus Hamburg, Bremen, Cloppenburg, Celle und Hannover. Aber auch Paderborner und Süddeutsche mit mehr als 270 Kilometern Anreise waren darunter. Die jüngsten Fahrer waren 15, die ältesten zwischen 60 und 70 Jahren alt.

Sprungschanzen und enge Kurven

Der Kurs bot wieder viele interessante und schwierige Abschnitte mit Höhenunterschieden, kleinen Schanzen sowie enge Kurvenabschnitten und forderte die Fahrer enorm. Die besten Durchschnitts-Rundengeschwindigkeiten lagen bei 35 km/h. Für zusätzliche Spannung sorgte eine Boxengasse, weil hier das Abschneiden durch kurze oder lange Wechsel der Fahrer beeinflusst wurde.

Vor dem eigentlichen Rennen wurde der Hexenkessel-Rundenrekord ausgefahren, wobei das später drittplatzierte Team KTM … Mehr geht nicht mit 27,1 Sekunden die schnellste Zeit hinlegte.

9. Mofarennen des SCN

Klasse 1a: 1. Team Eleonore 100 Runden / 3:30:51,421 Stunden, 2. WWW – Wheel Woman Wonder 96 / 3:30:17,780, 3. Team 103 67 / 3:31:05,216, 4. SC Hexen 57 / 3:30:14,251, 5. Racing Team Gellings 48 / 3:31:08,886.

Klasse 1b: 1. Vespa Racing 1 121 / 3:29:57,339, 2. MSC Hävern 115 / 3:31:02,113, 3. Vilser Stoppelhopser 101 / 3:31:22,825, 4. ASR-Racing Team 98 / 3:31:27,195, 5. Beck Racing Team 95 / 3:30:38,363.

Klasse 2: 1. MSC Hävern SP 121 / 3:29:46,892, 2. KTM … Mehr geht nicht 119 / 3:30:39,886, 3. Sumpfgeschwader 114 / 3:31:39,122, 4. Team-GmbH 113 / 3:30:58,169, 5. Zündapp’s letzte Rache 113 / 3:31:24,941.

14.5.2014 minden-web