SC Neuenknick kehrt in Superliga zurück

Die Mannschaft des Speedway- Clubs Neuenknick hat beim Bundesliga- Finale im eigenen Stadion zwar einen der ersten beiden Plätze verpasst, die zum Aufstieg in die Superliga berechtigen, darf im Jahr 2001 aber dennoch in der höchsten deutschen Speedway-Klasse starten.

MSC Diedenbergen, MSC Brokstedt und MC Güstrow, die im Lindenau-Stadion im Bundesliga-Finale mit ihren 2. Mannschaften Gegner der heimischen “Hexen” waren, sind in der Superliga nämlich mit ihren Erstvertretungen bereits vertreten. MSC Diedenbergen II, das mit 40 Punkten zur Bundesliga- Meisterschaft fuhr, kann deshalb ebenso nicht aufsteigen wie MSC Brokstedt II, das mit 33 Zählern Vizemeister wurde. Der SC Neuenknick war mit 27 Punkten Dritter geworden vor der Zweitvertretung des MC Güstrow (20).

“Wir nehmen unser Aufstiegsrecht wahr. Die Mannschaft hat sich dafür entschieden”, gab SCN-Pressewart Günter Prange am Abend nach der Rennveranstaltung das Ergebnis eines Gespräches zwischen Mannschaft und Vorstand bekannt.

Ursprünglich hatte man in die Superliga nur zurückkehren wollen, wenn man auch wirklich Erster oder Zweiter des Bundesliga-Finales geworden wäre. Die Chancen darauf standen lange nicht schlecht. Nach sieben der insgesamt 20 Läufe lagen Neuenknick, Diedenbergen und Brokstedt mit jeweils zwölf Punkten sogar gleichauf vorn. Dann setzte sich der spätere Meister aus dem Hessischen allmählich ab, aber Neuenknick und Brokstedt kämpften dahinter um Platz 2 und lagen nach 15 Läufen mit 25 Punkten erneut gleichauf. Dafür gesorgt hatten die beiden Siege durch Jan Pape in Lauf 14 mit der Tagesbestzeit von 66,26 Sekunden (Diedenbergens Tscheche Ales Dryml kassierte dabei die einzige Niederlage des Tages) und Jörg Tebbe in Heat 15.

Geplatzter Reifen

Eine Vorentscheidung gegen Neuenknick fiel dann aber in Lauf 17 mit den schwächsten Punktesammlern der vier Teams. Neuenknicks Dänen Martin Greve, bei dem an diesem Tag nicht viel zusammenlief, fiel – nach drei der vier Runden noch in Front liegend – mit einem geplatzten Reifen aus. Jan Pape ließ in Lauf 18 dann ebenfalls eine Null folgen, und Björn Danielczik wurde in Heat 19 nach langer Führung nur Dritter, ehe im letzten Lauf des Tages mit den besten Punktesammlern auch Jörg Tebbe nur die Hinterräder aller Konkurrenten sah.

Nach dem im Herbst 1996 im Lindenau-Stadion ausgetragenen Superliga-Finale war der SC Neuenknick freiwillig in die Bundesliga abgestiegen, um sich sportlich und finanziell zu erneuern. Mit jungen Fahrern aus der näheren Umgebung schlug man in der “2. Liga” eine gute Klinge und gewann schließlich die Vorrundengruppe 1 und damit das Heimrecht für das Finale. Schon vor diesem Rennen hatten die Neuenknicker Fahrer angekündigt, dass sie auch 2001 für den SCN fahren werden: Björn Danielczik aus Bramstedt, Jörg Tebbe aus Dohren bei Osnabrück, der Däne Martin Greve und Jan Pape aus Peine.

Torlümke gestürzt

Maik Torlümke als Fünfter im Bunde sollte im Bundesliga-Finale der Ersatzmann sein, war jedoch am Tag zuvor bei einem Rennen in Cloppenburg schwer gestürzt. Für ihn stand dann der Neeser Dominik Möller bereit, kam aber nicht zum Einsatz. Für die Saison 2001 in der Superliga werden sich die Neuenknicker auf jeden Fall noch durch einen Fahrer verstärken, nicht zuletzt, um die geforderten Average- Punkte zu erfüllen.

Die Ergebnisse

Bundesliga

1. MSC Diedenbergen 40 Punkte: Siegmund Lienerth 13, Alex Dryml 14, Lukas Dryml 8, Thomas Stange 5, Dennis Fischer 0.
2. MSC Brokstedt 33 Punkte: Andre Pollehn 11, Marco Müller 6, Stephan Katt 7, Ralf Löding 9, Henning Loof 0.
3. SC Neuenknick 27 Punkte: Björn Danielczik 8, Martin Greve 5, Jörg Tebbe 8, Jan Pape 6, Dominik Möller nicht eingesetzt.
4. MC Güstrow 20 Punkte: Ralf Baumann 5, Heiko Müller 7, Mathias Schulz 3, Steffen Mell 5, Sebastian Grohs nicht eingesetzt.

J-Lizenz: 1. Mathias Bartz (Berlin), 2. Christian Zielke (Neuenknick), 3. Tobias Kroner (Neuenknick).
Schüler B: 1. Domingo Krecklow , 2. Jan Kleen (Neuenknick), 3. Kai Pape (Neuenknick), 4. Michael Grieshop (Neuenknick), 5. Matti Gripp.