Porta-Straßenlauf: Fast 300 Starter und drei Eintracht-Siege

„Das ist ein super Laufwetter, nicht zu warm und nicht zu kalt, und die Sonne scheint. Gestört hat nur der böige Gegenwind auf einem Teilstück.“ Sandra Weise, Frauen-Siegerin auf der Langstrecke über 17,3 Kilometer, fasste treffend die äußeren Bedingungen beim 29. Porta-Straßen-Volkslauf des SC Nammen mit Start und Ziel in Barkhausen zusammen.

„Habe ich gewonnen?“ fragte sie allerdings etwas irritiert, denn nicht nur sie vermisste im Zieleinlauf Lautsprecher-Durchsagen mit Informationen oder aufmunternden Worten für die Finisher, wie andernorts üblich. „Ich bin einfach mein Tempo gelaufen“, störte sich das Leichtgewicht nicht daran, dass wieder Kurz-, Mittel- und Langstreckler gleichzeitig gestartet waren und je nach Distanz eine, zwei oder drei Runden in den Weserwiesen zwischen Barkhausen und Minden absolvierten: „Das war schon ein bisschen chaotisch.“ Letztlich siegte die Espelkämperin (1:11:24) klar vor Svenja Tritschoks (1:14:42) und Ute Wiedemann (1:16:21). Nach ihren Erfolgen in Werste, Pr. Oldendorf, Lübbecke und Minden hatte Weise schon vor diesem sechsten Lauf der Mühlenkreis-Serie die Optimalpunktzahl „4“ auf ihrem Konto.


Lea Weike

Sebastian Maschmeyer und Marlon Lorek

 

„Ich habe dieses Jahr noch nicht viel gemacht. Jetzt will ich aber die Serie noch vollbekommen und starte auch am 31. Oktober in Wasserstraße“, kündete unterdessen Michael Schirrmacher an. Für Eintracht Mindens Dauerläufer war es nach den Siegen in Pr. Oldendorf und Lübbecke in Barkhausen erst der dritte Serien-Start, der in 1:01:06 Stunden dem Mindener den dritten Sieg brachte. „In der ersten Runde habe ich noch mit den Kurzstrecklern mitgehalten. Die zweite ging so, und die dritte hätte ich mir eigentlich schenken können“, fühlte sich Schirrmacher allerdings nicht topfit. Dennoch kam er vor dem Werster Sebastian Kalinski (1:01,22) und Micha Ridderbusch (Bösingfeld, 1:02,01) ins Ziel. Kalinski steht in der Mühlenkreis-Serie für die Langstrecke (14 bis 21,6 km) mit einem Sieg in Espelkamp und nun zwei zweiten Plätzen zu Buche.

Auf der Mittelstrecke (8 bis 12,4 km), auf der nach vier Erfolgen Alexander Schröder als Seriensieger bereits feststeht, triumphierte in Abwesenheit des Espelkämpers dessen ATSV-Vereinskollege Achim Hagemeyer (42:11) vor Arne Holtmann (TG Werste, 43,16) und Uli Drees (Eintracht, 44,07). „Ich war lange verletzt und bin froh, wenn ich die Serie noch voll bekomme“, kündete auch Hagemeyer (Zweiter im März in Werste und vor sechs Wochen Vierter in Minden) einen Start beim Finale in Wasserstraße an.

Bei den Frauen ging die in der Laufserie auf der kurzen Distanz startende Nele Weike in Barkhausen über 11,7 Kilometer an den Start und siegte in 47:49 Minuten vor ihrer Vereinskollegin Sarah Kalinski (47:59) sowie der Lübbeckerin Sarah Wiegmann (50:46). „Erst bin ich vorweggelaufen, dann lagen wir bis kurz vor dem Stadion gleichauf, ehe Nele ihrer Sprinterqualitäten ausgespielt hat“, schilderte den Lauf Sarah Kalinski, die nach nun drei Siegen und einem zweiten Platz vor dem Seriensieg steht.


Achim Hagemeyer

Sandra Weise

 

Nach dem gemeinsamen Start aller drei Konkurrenzen als Erster wieder im Stadion zurück war aber Sebastian Maschmeyer (SC Herringhausen, 23:22) als Gewinner der 6,6-km-Distanz. Mit nun zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen kann Maschmeyer den nach Erfolgen in Werste, Lübbecke, Espelkamp und Minden führenden Eintrachtler Ruben Lüker aber nicht mehr abfangen. Hinter dem Mindener Marlon Lorek (23:24) und dem Lübbecker Bernd Nedderhoff (24:37) sowie weiteren Läufern lag Lüker (26:19) diesmal fast drei Minuten hinter dem Sieger.

Bei den Frauen unterdessen untermauerte Zwillingsschwester Lea Weike (27:46) als klare Siegerin vor Mareike Kattner (29:21) von den Lübbecker Berglöwen und Eintrachts Jutta Frohwitter (30:35) ihre Anwartschaft auf den Seriensieg.

Fast 300 Teilnehmer und somit mehr als in den Jahren zuvor (267 bzw. 231) stellten sich dem Starter, darunter viele Kurzentschlossene, sodass Herta Wiese im Laufbüro gut zutun hatte. „Obwohl mitten in den Ferien, sind gerade die Schülerläufe sehr gut besetzt“, freute sich diese.

13.10.2015 minden-web


Sarah Kalinski

Sarah Kalinski beim Fachsimpeln mit Stephan Salge